Das Fußballstadion Tivoli Aachen ist seit der Saison 2009/10 das Heimatstadion des Vereins Alemannia Aachen. Das Stadion befindet sich am nördlichen Rand der Innenstadt, gleich in der Nähe des alten Tivolis, der zuvor das Heimatstadion von Alemannia Aachen war. Der Tivoli Aachen bildet zusammen mit der Eissporthalle und dem Reitstadion den Sportpark Soers.
Schon seit dem Jahr 2004 planten Verein und Stadt den Bau eines neuen Stadions, beschlossen wurde der Bau jedoch erst 2006 an einem neuen, von Fans und Bürgern vorgeschlagenem, Standort. Auch bei der Planung des Stadions wurden die Wünsche der Fans so gut wie möglich berücksichtigt. So verfügt der Tivoli Aachen über steile Tribünen die sich so nah wie erlaubt am Spielfeld befinden. Für eine bessere Akustik im Stadion sorgt das gelbe Metalldach, das sehr tief angeordnet wurde und nicht wie üblich auf der Tragekonstruktion aufliegt, sondern sich darunter befindet. Die Architektur des Stadions ist puristisch und orientiert sich in Vielem am alten Tivoli.
Der Bau des Stadions begann schließlich im Februar 2008 und dauerte etwa ein Jahr. Im August wurde der Tivoli Aachen mit einem Freundschaftsspiel gegen den belgischen Verein Lierse SK eröffnet.
Auf der Westseite verfügt das Stadion über eine Promenade mit einer Freitreppe, die zum Beispiel für Public Viewing genutzt werden kann. Auf dem Dach des anschließenden Parkhauses befinden sich zwei Kunstrasenplätze und auch ein Nachwuchsleistungszentrum ist in unmittelbarer Nähe. Die Ostseite des Stadions beherbergt einen Fanshop und eine Kneipe, die sich Klömpchensklub nennt, in Anlehnung an den traditionellen Spitznamen des Alemannia Aachen.
Der neu gebaute Tivoli Aachen weist heute eine Kapazität von etwa 33.000 Plätzen auf, die sich in 11.681 Stehplätze, 19.345 Sitzplätze und über 1300 Businessplätze, 100 Behindertensitze, 110 Presseplätze und 28 Logen für 12 Menschen, aufteilen. Zusätzlich bietet das Stadion zwei Eventlogen. Über 10.500 der Sitzplätze befinden sich auf der Südtribüne, der sogenannten Bitburger Wall. Damit Alemannia Aachen seinen behinderten Fans einen besseren Service bieten kann, wurden zehn der Behindertenplätze für Sehbehinderte aufgewertet. Eine spezielle Sendetechnik erlaubt den Sehbehinderten das Geschehen auf dem Rasen durch einen eigenen Reporter geschildert zu bekommen.
Bei internationalen Spielen wird die Kapazität des Stadions, durch die Umwandlung der Stehplätze in Sitzplätze, auf 27.250 Plätze reduziert.
Damit der traditionelle Name des Stadions erhalten werden kann, verzichten die Aachener auf den Verkauf von Namensrechten. Damit die Einnahmen kompensiert werden können, beinhalten die Eintrittskarten den sogenannten Tivoligroschen, einen Aufschlag von einem Euro. Zudem können sogenannte Tivoli Anleihen gekauft werden.
Offizielle Webseite: http://www.alemannia-aachen.de/tivoli/
